
Bildquelle: © Harry Köster Fotografie
Neue Preise in der OLantis ErlebnisWelt ab 1. September – Erste Anpassung seit Februar 2019
Das OLantis Huntebad feierte in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum und erweist sich als absoluter Publikumsmagnet: Rund 700.000 Gäste kommen pro Jahr in das beliebte Freizeitbad mit den vielen unterschiedlichen Angebotsbereichen im Herzen Oldenburgs. Damit diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortgeschrieben werden kann, müssen zum 1. September die Tarife angepasst werden. Die letzte Preisanpassung datiert aus dem Februar 2019 und liegt somit über sechs Jahre zurück.
Warum wird das Badevergnügen teurer?
In den letzten Jahren ist viel passiert: Corona-Pandemie, Energiekrise, Ukraine-Konflikt, gestiegene Bezugskosten für Energie und Verbrauchsmaterialien, hohe Inflationsraten sowie die kontinuierliche Anpassung des Mindestlohns. Die Eintrittspreise im OLantis Huntebad sind dennoch konstant geblieben – auch vor dem Hintergrund, dass besonders Familien schon genug finanzielle Mehrbelastungen zu tragen haben. Diese Entscheidung hat die Stadt Oldenburg als Gesellschafterin der Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg mbH (BBGO) in der Gesellschafterversammlung bewusst getroffen und dabei in Kauf genommen, dass der Zuschuss steigt.
„Jetzt gibt es leider keine andere Möglichkeit, als auch die Gäste moderat an dieser Kostenentwicklung zu beteiligen und die Umsatzentwicklung der Bäder Oldenburg positiv zu beeinflussen“, sagt Berthold Schmitt, der seit dem 15. August als Interims-Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft und Betriebsleiter des Bäderbetriebes der Stadt Oldenburg verantwortlich zeichnet.
Wie ändern sich die Preise konkret?
Die Tageskarte für Erwachsene kostet zukünftig 9,50 Euro pro Person (bisher 8 Euro), die Familienkarte maxi unter der Woche 22 Euro für bis zu fünf Personen (bisher 19,50 Euro). Für den Sporttarif (90 Minuten) werden für Erwachsene 5 Euro statt 4,50 Euro fällig. Grundsätzlich bleibt das Tarifsystem aber wie gewohnt bestehen.
Wie schneidet das OLantis im Kostenvergleich mit anderen Bädern ab?
Zum Vergleich: In Osnabrück zahlen Gäste schon jetzt 19 Euro für die Single-Tageskarte ins Bad, Familien zahlen 52,80 Euro für die Tageskarte für bis zu vier Personen. Und hier fällt je nach Nutzung der Angebote unter Umständen auch noch ein zusätzlicher Betrag an. Aber auch im Vergleich mit den umliegenden Bädern in Wilhelmshaven und Delmenhorst und deren Angebot bewegen sich die Eintrittspreise für das OLantis Huntebad eher im unteren Durchschnitt.
Wie wirken sich Inflation und Mindestlohn aus?
Die Inflationsrate betrug in den letzten Jahren in Deutschland bis zu 6,9 Prozent, im Durchschnitt der letzten sechs Jahre liegt der Wert bei rund 3,6 Prozent. Somit würden die 8 Euro für die Tageskarte aus dem Jahr 2019 heute rund 9,75 Euro entsprechen. Hinzu kommt die Anhebung des Mindestlohnes von 9,19 Euro im Jahr 2019 auf 12,82 Euro im Jahr 2025, was wiederum einer Steigerung von rund 40 Prozent entspricht. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass es aufgrund des Fachkräftemangels nur wenige verfügbare Fachkräfte gibt, hat es auch bei den Gehältern in den letzten Jahren teils deutliche Anpassungen geben müssen.
„Mit einem vernünftigen Paket aus attraktiven Gehältern und interessanten Bonusleistungen positionieren sich die Bäder Oldenburg in einem umkämpften Arbeitsmarkt als verlässlicher und sicherer Arbeitgeber. Unsere Mitarbeitenden sind das Aushängeschild unseres Unternehmens – und mit dieser Motivation gehen wir gestärkt in die nächsten Jahre“, sagt Berthold Schmitt.
Über die Bäder Oldenburg als Arbeitgeber
Im Vergleich zu vielen anderen Bädern in Deutschland ist es der BBGO bisher immer gelungen, freie Stellen zu besetzen und keine Öffnungszeiten oder Angebote einschränken zu müssen. Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt spüren die Bäder aber sehr, denn hier ist der Markt an gut ausgebildeten Fachkräften ohnehin überschaubar. Die Suche nach entsprechenden Fach- und Führungskräften erfordert schon jetzt viele Ressourcen – sowohl organisatorisch und personell als auch finanziell.
Laut Angaben des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister fehlen bundesweit schon jetzt mindestens 3.000 Schwimmmeisterinnen und Schwimmmeister oder Fachangestellte für Bäderbetriebe. Dieser Personalmangel wirkt sich unmittelbar auf die Schwimmfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen aus. Es sind also alle Beteiligten gefordert, hier entschieden entgegenzuwirken. Als wichtiger Ausbildungsbetrieb bildet die BBGO in erster Linie für den Eigenbedarf aus und freut sich aktuell über rund zehn Auszubildende im Unternehmen.
„Unsere Auszubildenden waren schon immer ein entscheidender Faktor in unserem Unternehmen. Diese bilden wir behutsam aus und führen sie an die Herausforderungen und Aufgaben der Zukunft heran. Die Fach- und Führungskräfte von Morgen sind heute unsere Auszubildenden. Mit dieser Einstellung wird es uns gelingen, die Zukunft der Bäder zumindest in Oldenburg zu sichern“, bekräftigt Denis Minich, als Bäderbetriebsmanager bei der BBGO tätig.
Über das Bäderstrategiekonzept und Investitionen in die Zukunft
Das vom Rat der Stadt Oldenburg im Jahr 2019 verabschiedete Bäderstrategiekonzept sieht nicht nur den Neubau des Flötenteichbades vor, sondern im Anschluss auch die Sanierung und Modernisierung der beiden Stadtteilbäder in Kreyenbrück und Eversten. Mit dieser weitsichtigen Entscheidung hat die Stadt Oldenburg bereits frühzeitig die Weichen gestellt, dass Schwimmangebote in Oldenburg auch weiterhin Bestand haben und Kinder und Jugendliche Schwimmen lernen können. Während in vielen anderen Kommunen Bäder schließen oder bereits geschlossen wurden, sind die Bäder in Oldenburg nach diesen Maßnahmen gut gerüstet.
Am Standort Flötenteich entsteht derzeit als perfekte Ergänzung zum OLantis Huntebad das Flötenteichbad als Ganzjahresangebot. Mit dem Fokus auf Schwimmsport, Wassersport und Gesundheitsangeboten im Wasser, unter anderem einem Solebecken, erhalten hier die vielen Freizeit- und Leistungsschwimmer, aber auch Vereine, Schulen und sonstige Institutionen eine neue Heimat.
Vor kurzem wurden außerdem weitere rund vier Millionen Euro für die kommenden Jahre in den Wirtschafts- und Investitionsplan für das OLantis eingestellt, denn auch hier nagt der Zahn der Zeit an den technischen Einrichtungen. „Mit diesem wiederholten Bekenntnis stellen wir sicher, dass das OLantis auch weiterhin als Leuchtturm der norddeutschen Bäderlandschaft wahrgenommen wird und keine Strahlkraft einbüßt. Die Investitionen in die technischen Anlagen und die Infrastruktur schaffen Vertrauen und Betriebssicherheit, sodass die Mitarbeitenden einen modernen Arbeitsplatz und die Gäste einen sicheres Schwimmangebot vorfinden“, sagt Berthold Schmitt.
Online mehr erfahren
Wer mehr über das OLantis Huntebad und dessen Angebot erfahren möchte, findet weitere Informationen dazu auf unserer Website.